Button: “Das wird Hamilton nur stärker machen”
SAHKIR. Der frühere Formel-1-Weltmeister hält die Verbalattacken von Nico Rosberg für nicht zielführend.

Hamilton gibt sich gelassen.
“Ich lasse Taten auf der Strecke sprechen, so mache ich es schon, seit ich acht bin”, sagte Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton gestern auf der Pressekonferenz zum Großen Preis am Sonntag von Bahrain (live auf ORF eins und RTL). Vier Tage zuvor hatte sich Teamkollege Nico Rosberg nach dem Hamilton-Sieg in China über dessen Fahrweise beklagt.
Der Deutsche hatte ihn öffentlich kritisiert und dem Weltmeister Egoismus und Bummelei vorgeworfen. Hamilton konterte gelassen und fragte, warum Rosberg ihn nicht überholt habe, wenn er doch angeblich schneller war. Nach einer gemeinsamen Teamsitzung bei den Silberpfeilen wurde der Streit bereits offiziell für beendet erklärt. Hamilton hat sich in allen bisherigen drei Saisonrennen vor Rosberg klassiert. In der WM-Wertung führt der Brite 13 Punkte vor Ferrari-Mann Sebastian Vettel und 17 vor seinem Teamkollegen.
Besonders getroffen hat Rosberg seinen Silberpfeil-Widersacher mit seiner Anklage offensichtlich nicht. Hamiltons ehemaliger Mitstreiter bei McLaren, Jenson Button, geht sogar davon aus, dass die verbale Attacke Hamilton nur noch stärker macht. “Du bringst ihn nur aus dem Konzept, wenn du gegen ihn gewinnst”, sagte Hamiltons Landsmann. Und: “Mit seinem Ärger an die Öffentlichkeit zu gehen, das ist keine gute Taktik. Das wird Hamilton nur noch stärker machen.”
Rosbergs bessere Taktik
Der 35-jährige Button kennt Hamilton wie kaum ein zweiter Fahrer, beide fuhren bei McLaren drei Jahre lang Seite an Seite. “Auf einer einzelnen schnellen Runde sehe ich keinen, der ihn schlagen kann”, sagt er über seinen Ex-Stallrivalen: “Um an Lewis vorbeizukommen, muss man ihn mit dem Auto schlagen, nicht mit Worten. Es ist der Ingenieurs-Ansatz, den Nico nutzen sollte. Er muss es schaffen, seinen Wagen besser abzustimmen.”