Red Bull schlägt auf seinen Strecken zu. Dort, wo Traktion die entscheidende Größe ist und wo die Red Bull mit ihrer Getriebeübersetzung im grünen Bereich liegen. Bahrain, Monte Carlo und Singapur fallen in dieses Raster, auch Valencia, wo Sebastian Vettel klar dominiert hatte. Nur Silverstone fiel aus dem Rahmen. Dort hatte Mark Webber gewonnen.
Die McLaren dagegen sind seit Hockenheim überall schnell. Auch auf ihrer vermeintlich schwächsten Strecke. Vor Singapur hatten die McLaren-Techniker das meiste Fracksausen. Trotzdem stellte Lewis Hamilton den MP4-27 überlegen auf die Pole Position und führte bis zur 22. Runde. Deshalb bleibt der McLaren bei unserem Formcheck an der Spitze.
Red Bull und Ferrari tauschen Plätze
Red Bull hat Ferrari wieder überholt. Auf den schnellen Strecken von Spa und Monza waren die Titelverteidiger auf Platz drei zurückgefallen. Jetzt kommen wieder Red Bull kompatible Strecken. Ferrari sieht sich auf einem Layout, das maximalen Abtrieb und eine gute Traktion verlangt, in die Defensive gedrängt. Das war schon in Bahrain und am Hungaroring so.
Auch am Ende des Feldes gab es eine Verschiebung. Seit Spa kommt Marussia den Caterhams immer näher. In Singapur zogen die Russen erstmals vorbei. Nicht nur in der WM-Tabelle. Timo Glock war im Rennen trotz eines angeschlagenen Autos schneller als Heikki Kovalainen und Vitaly Petrov. Bei Caterham erwies sich ein neuer Frontflügel als Rückschritt.
Power-Ranking GP Singapur 2012
Hier haben wir das Power Ranking im Kurzüberblick. Den detaillierten Formcheck aller zwölf Teams gibt es wie immer in unserer Bildergalerie.
- McLaren (1)
- Red Bull (3)
- Ferrari (2)
- Force India (7)
- Mercedes (6)
- Lotus (4)
- Williams (8)
- Sauber (5)
- Toro Rosso (9)
- Marussia (11)
- Caterham (10)
- HRT (12)
*in Klammern Position nach Monza
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