Iserlohn.
„Eine Pipeline in die Golf-Region“ – Das ist die Idee der Roosters-Fans Kai Miethig und Michele Schulte, über die an dieser Stelle im September berichtet worden ist. Beide sind Mitglieder des Unterstützerklubs des DEL-Klubs.
Kai Miethig ist Architekt und Projektmanager und lebt seit sieben Jahren im Königreich Bahrain sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Michele Schulte besitzt in Siegen eine Agentur für Kommunikation. Beide möchten ihre Kontakte nutzen und helfen, den Roosters Sponsoren aus der Boom-Region zuführen.
Miethig hat bereits am Golf Werbung für die Roosters gemacht, u. a. beim Bahrain Cross Country Run über 17 Kilometer quer durch das Königreich im Dezember, ein Schal war stets mit dabei. Auch zur dortigen Eishockeyszene bestehen Kontakte, vor allem zu Tamer Fakhro, den er schon seit vier Jahren kennt. Aber eher durch Zufall ist Miethig darauf aufmerksam geworden. dass der Mann aus Bahrain Kapitän der Eishockey-Nationalmannschaft des Königreiches sowie der Bahrain Sharks ist.
In Bahrain gibt es seit 1991 eine Eisbahn. Fakhro, der schon als ganz junger Fernsehzuschauer vom Eishockeysport infiziert wurde, durfte nach langem Bitten und viel Training mit den dort spielenden Kanadiern mittrainieren. Wegen seines Studiums folgte dann eine Unterbrechung, 2003 startete Fakhro einen Neuanfang, zunächst für drei Jahre im Saudi Aramco Team, 2006 wurden die Bahrain Sharks gegründet, Fakhro wurde deren Kapitän. Mehrfach gewann die Mannschaft den Qatar Desert Cup und den Mighty Camels Cup. Das erste offizielle Spiel der Nationalmannschaft Bahrains wurde mit 3:10 gegen Kuwait verloren. Mit der Unterstützung von Scheich Nasser, dem Sohn von König Hamad, wurde 2011 ein Team für die Asian Olympic Winter Games gebildet, das zwar alle Spiele verlor, aber großen Respekt erntete. Nun hofft Tamer Fakhro auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Deutschland und den Roosters. Vielleicht schon in Kürze?
Denn im April findet in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Eishockeyturnier statt, der Mighty Camels Cup in Dubai wird jährlich ausgerichtet. „Das wäre eine sehr gute Möglichkeit für die Roosters, sich im Mittleren Osten einen Namen zu machen und Kontakte zu knüpfen“, so Miethig, „eine Kooperation ist durchaus denkbar.“ Diese Idee haben Miethig und Schulte inzwischen IEC-Manager Karsten Mende vorgetragen. Miethig könnte sich vorstellen, dass eine Delegation an diesem Turnier teilnimmt. Allerdings nicht mit den Profis, denn das sportliche Niveau ist nicht allzu hoch. Denkbar wäre eine IEC-Alt-Herren-Auswahl. Miethig ist jedenfalls optimistisch: „Es wird sich hoffentlich einiges bewegen bei den Roosters. Wir tun jedenfalls unser Möglichstes.“