Transfer-Gerücht
Seit seinem Abschied aus Bremen hat man von Thomas Schaaf wenig gehört. Sicher ist: Der Trainer wird am 7. September beim Abschiedsspiel von Torsten Frings auf der Bank sitzen. Nun soll Schaaf auch eine Anfrage aus Bahrain vorliegen. Dass es den Trainer aber tatsächlich in die Wüste zieht, ist äußerst unwahrscheinlich.
Schaaf und die Wüste: Nur eine Fotomontage und wohl kaum mehr als ein Gerücht
Es herrscht das Sommerloch in Bremen und in der Fußball-Bundesliga. Und in diesem Sommerloch gedeihen Transfergerüchte besonders intensiv. Jetzt ist auch Thomas Schaaf Gegenstand dieser besonderen Form der Spekulation geworden. Die “Kreiszeitung Syke” will erfahren haben, dass Schaaf ein Angebot aus Bahrain vorliegt. Eine Quelle nennt das Blatt nicht.
Das Königreich habe Kontakt mit dem 52-Jährigen aufgenommen und wolle ihn unbedingt verpflichten, meldet die Zeitung. Eine Entscheidung Schaafs stehe noch aus. Inzwischen verbreitet auch der Sport-Informations-Dienst dieses Gerücht. Zieht es Schaaf also tatsächlich in die Wüste, so wie einen seiner Vorgänger bei Werder, Wolfgang Sidka? Der war immerhin von 2000 bis 2003 und 2005 Nationaltrainer des Wüstenstaates.
Anfragen wie Sand am Meer
Gut möglich, dass Schaaf tatsächlich eine Anfrage aus Bahrain bekommen hat. Ein Trainer mit seiner Reputation dürfte aber zurzeit Angebote wie Sand am Meer erhalten, darunter eben auch solche aus der Wüste. Vielleicht wird Schaaf sich die eine oder andere Anfrage tatsächlich etwas genauer anschauen. Er wird sich aber sehr gut überlegen, wie und wo er nach 14 Jahren bei Werder seine Trainer-Karriere fortsetzt. Dass das ausgerechnet der international bisher wenig in Erscheinung geratene Fußball-Verband im autoritär regierten Bahrain sein soll – das klingt doch sehr nach einer Luftnummer. Weder galt Schaaf bisher als Abenteurer und Weltenbummler, noch muss er in seiner Position die erstbeste Anfrage annehmen.
Übrigens kommt auch eine Meldung aus Jamaika, dass Winfried Schäfer dort ab sofort die Leitung der Nationalmannschaft übernimmt. Der ehemalige Trainer des Karlsruher SC hat seine größten Erfolge anders als Schaaf aber schon länger hinter sich, kann sich seine Arbeitgeber vermutlich nicht mehr aussuchen. Für Thomas Schaaf und Bahrain dürfte dagegen gelten, was sowohl für die Wüste zutrifft, als auch für die allermeisten Gerüchte im Sommerloch: Viel heiße Luft.