“Das ist natürlich schlecht – aber im Prinzip noch schlimmer, um ehrlich zu sein”, erklärt er. Dass man in Bahrain voreilig eine nicht ausgereifte Kupplung eingebaut hat, die zum Defekt geführt hat, kann er als Fehler nämlich akzeptieren. “Aber einfach nicht zu punkten, das schmerzt”, sagt Boullier. Doch die nächste Chance zur Wiedergutmachung bietet sich ja schon in drei Wochen in Barcelona. Dann könnte sich das Kräfteverhältnis wieder komplett verschoben haben.
Die Entwicklung muss stimmen
“Das wird sich die gesamte Saison über ändern”, glaubt Button. “Es ist ein sehr enges Feld, das sich um Platz drei auf dem Podium hinter den beiden Top-Autos streitet. Wir müssen einfach sicherstellen, dass wir das Bestmögliche aus jedem Rennwochenende holen.” Ein erster Schritt wäre zumindest schon einmal ein Update-Paket für das nächste Rennen, das traditionell immer noch einmal einen großen Entwicklungssprung darstellt.
Natürlich plant man bei McLaren ebenfalls mit einem großen Paket für den Europaauftakt in Barcelona. Mit ihm will man sich wieder weiter in Richtung Podium schieben. Wie weit McLaren dadurch nach vorne kommt, ist aber nur zu spekulieren. “Wir können immer simulieren, welchen Zuwachs an Rundenzeiten wir erreichen würden. Das ist immer ein absoluter Wert der eigenen Performance, aber relativ im Vergleich zu den anderen, die ebenfalls Performance bei jedem Rennen gewinnen. Ich weiß, dass es an unserem Auto ein paar Zehntel sein werden, aber mehr kann ich nicht sagen.”
Der Franzose weiß jedoch: “Wenn wir das Auto zuverlässig weiterentwickeln und zu jedem Rennen genügend Performance zum Aufholen bringen, dann werden wir uns in manchen Gelegenheiten in eine Position bringen, an denen unser Auto konkurrenzfähig genug sein wird, um um das Podium zu kämpfen – und hoffentlich auch um den Sieg.” Wann das sein wird, ist laut dem Rennleiter ungewiss, doch eines verspricht er: “Das Potenzial des Teams ist riesig, und ich bin zuversichtlich, dass das Team wieder an der Spitze sein wird.”